Reglement 24h Nordschleife 2022

Dieses Reglement gilt im Zusammenhang mit dem allgemeinen VR-Reglement.

§ 1 Meisterschaft / Veranstaltung

Die 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife im Rahmen der Virtual Racing Endurance Series (VRES) werden auf Basis von rFactor2 als Einzelrennen ausgetragen.

§ 2 Eingesetzte Simulations-Software

Für die 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife im Rahmen der Virtual Racing Endurance Series (VRES) kommt die Software rFactor2 von Studio397 zur Anwendung.

§ 3 Obligatorische Konfiguration der Simulations-Software

Fahrer, die einen Umlaut (ä, ö, ü) oder sonstige Sonderzeichen (ß) in ihrem Namen tragen, sind dazu verpflichtet, den Namen in der Simulation entsprechend anzupassen, d.h. ä -> ae, ö -> oe, ü -> ue, ß -> ss.

§ 4 Teilnehmer

Teilnahmeberechtigt sind grundsätzlich alle Fahrer und Fahrerpaarungen, deren Teamchef (Weiters im folgenden Absatz) im Forum des Virtual Racing e. V. registriert ist.

§ 5 Anmeldung

Die Anmeldung zu den 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife im Rahmen der Virtual Racing Endurance Series (VRES) erfolgt über das Forum. Es meldet sich nur der Teamchef an. Die weiteren, detaillierten Regelungen zur Anmeldung können dem Anmeldebeitrag im Forum entnommen werden.

§ 5.1 Grideinteilung

Die 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife im Rahmen der Virtual Racing Endurance Series (VRES) bestehen aus einem Grid mit maximal 50 Fahrzeugen.

Das Grid ist in 6 Klassen aufgeteilt mit jeweils 15 Teamstartplätzen. Die ersten 15 Anmeldungen je Klasse erhalten Stammteamplätze (ST) und sind startberechtigt, sofern die Anzahl an maximal möglichen Teams (50) noch nicht erreicht ist. Alle weiteren Anmeldungen je Klasse sind zunächst Ersatzteamplätze (ET).

Sollte nach Ende der Anmeldefrist die Anzahl an maximal möglichen Teams (50) nicht erreicht sein, startet für alle Ersatzteams (ET) eine zweite Anmeldephase. Es sind diejenigen Ersatzteams berechtigt an dieser zweiten Anmeldephase teilzunehmen, die sich in der ersten Anmeldephase angemeldet hatten und bereits einen Skin eingeschickt haben. Die freien Plätze werden nach dem Motto "first come, first serve" vergeben.

§ 5.2 Teams

Die Anzahl der Fahrer pro Team ist nicht vorgegeben und die jeweiligen Fahrer müssen nicht benannt werden.

§ 5.2.1 Fahrzeugwechsel

Jedem Team steht es frei das Fahrzeug jederzeit klassenintern und klassenübergreifend zu wechseln, solange noch kein Skin zum vorherigen Fahrzeug eingeschickt wurde.

§ 6 Rennbedingungen

Es werden folgende Servereinstellungen verwendet:

  • Joinphase: Training und Warmup
  • Schadensmultiplikator: 80%
  • Technische Defekte: "Normal"
  • Flaggen: nur schwarze Flaggen
  • Setups: Frei
  • Startzeit (ingame): 12:00 Uhr
  • Zeitmultiplikator: "Normal"
  • Reifen- und Spritverbrauch: "Normal"
  • Reconnaissance Lap: Nein
  • Formation Lap: manuell
  • Startform: Fliegender Start
  • Autokupplung: Ja
  • ABS: fahrzeugspezifisch
  • TC: fahrzeugspezifisch
  • Fahreransicht: Frei wählbar
  • Rejoin: erlaubt (Details siehe Regelwerk §6.3)
  • Boxengassen-Tempolimit: 60km/h
  • Real Road Preset:
  • medium und natural progressing
  • bei nassen Bedingungen am Renntag: Preset des Liveservers zum Beginn des Warmups

§ 6.1 Wetter

In allen offiziellen Sessions (vgl. § 8) werden mithilfe des "rfactor2 Weather Tool" in Echtzeit Wetterdaten von der realen Rennstrecke bzw. einer der Rennstrecke nächstgelegenen, geeigneten Wetterstation in den Server eingespielt.

Der Briefingthread enthält ebenso einen Link zu einem Wetter Forecast (Wettervorhersage). Die dort einsehbaren Vorhersagen bzw. aktuellen Werte bieten jedoch allenfalls eine Orientierung. Eine Garantie hinsichtlich der Übereinstimmung zwischen den dortigen Angaben und den Bedingungen auf dem Server gibt es nicht.

§ 6.2 Real Road

Für Trainingsfahrten zu den 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife im Rahmen der Virtual Racing Endurance Series (VRES) werden mindestens zwei Server gestellt. Ein Server mit statischem Grip und dauerhaft konstanten Wetterbedingungen und ein weiterer Server mit Live Wetterdaten und dynamischem Grip.

Der Renntag zum 24-Stunden-Rennen startet in der zugehörigen Trainingssession mit dem Real Road Preset des Trainingsservers. In den folgenden Sessions baut der Grip fortlaufend auf.

§ 6.3 Rejoin

Der Server ist so eingestellt, dass in der Rennsession ein Rejoinen möglich ist. Die Nutzung dieses Features ist nur nach einem Disconnect oder Spielabsturz zulässig. Die Zeitnahme nach einem erfolgreichen Rejoin wird erst nach einer erneuten Überfahrt über die Start/Ziel-Linie gestartet. Damit der Zeitverlust nach einem Disconnect/Rejoin minimiert werden kann, ist es erlaubt nach einem Rejoin die erste Runde über die Boxengasse am Ende der GP Strecke abzukürzen. Dabei hat der Fahrer, der über das Ende der GP Strecke die Boxengasse ansteuert, äußerste Vorsicht walten zu lassen und dem Boxeneinfahrtsverkehr der Start/Ziel-Geraden Vorrang zu lassen. Kommt es durch dieses Manöver zu einer Unfallsituation, trägt der abkürzende Fahrer die Verantwortung/Schuld.

Die Rejoin-Funktion ist so konfiguriert, dass man beim erneuten Betreten des Servers ein neues, unbeschädigtes Fahrzeug erhält. Es kann nur der Fahrer rejoinen, welcher den Disconnect oder Spielabsturz hatte. Beim Rejoin muss der Fahrer das exakt selbe Fahrzeug mit den exakt selben Upgrade-Teilen wählen.

Nicht zulässig ist ein Rejoinen hingegen nach Verlassen des Fahrzeugs durch Drücken der ESC-Taste (oder alternativer Befehlsbelegung).

§ 6.4 Boxengasse

Das Tempolimit in der Boxengasse ist in jeder Session (vom freien Training bis zum Rennen) einzuhalten. Auf offiziellen Strecken-Varianten wird dabei ein Boxengassen-Tempolimit von 60km/h festgelegt.

Die Boxengasse darf im Rennverlauf über das Ende der GP Strecke befahren werden. Dabei hat der Fahrer der über das Ende der GP Strecke die Boxengasse ansteuert äußerste Vorsicht walten zu lassen und dem Boxeneinfahrtsverkehr der Start/Ziel-Geraden Vorrang zu lassen. Kommt es durch dieses Manöver zu einer Unfallsituation, trägt der abkürzende Fahrer die Verantwortung/Schuld.

§ 7 Briefing

Im Briefing werden eventspezifische Regelungen bekannt gegeben. Das Briefing erscheint spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Rennen im VRES-Unterforum.

§ 8 Sessions

Ab Trainingsstart des Wertungslaufes bzw. der Veranstaltung darf sich nur noch ein Fahrzeug je Team auf dem Server befinden. Fahrerwechsel dürfen zu Testzwecken durchgeführt werden.

§ 8.1 Zeitlicher Ablauf

13.08.2022:

  • 10:00 - 11:15 Freies Training (75 Min.)
  • 11:15 - 11:45 Qualifikation (30 Min.)
  • 11:45 - 12:00 Warmup (15 Min.)*
  • ab 12:00 24 Stunden Rennen

*In den letzten 5 Minuten des Warm-Ups muss sich der Startfahrer auf dem Server befinden.

Die Uhrzeiten entsprechen Näherungswerten.

§ 8.2 Gültigkeit der Veranstaltung

Durch technisch bedingten Nachlauf von einigen Minuten nach dem offiziellen Ende der jeweiligen Sessions verschiebt sich der Beginn der darauffolgenden Sessions entsprechend. Dies hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit der Veranstaltung.

§ 8.3 Freies Training

Das freie Training dient den Fahrern zum Betreten des Servers sowie zum Einfahren und Testen. Die Session hat keine Auswirkungen auf jedwede Wertung.

§ 8.4 Qualifikation / Bestimmung der Startreihenfolge

§ 8.4.1 Generelles

Die Qualifikation wird in einer 30minütigen Sitzung im Modus “private Qualifikation” ausgetragen. Dabei sind für jeden einzelnen Fahrer die anderen Teilnehmer nicht sichtbar und nicht kollisionsfähig. Alle Fahrer warten ab Beginn der Qualifikation in der Garage auf das Startsignal für die eigene Qualifikationsgruppe (Flüster-Nachricht in rFactor2).

Im Fortlauf der Qualifikation werden alle Teilnehmer, aufgeteilt in 4 Qualifikationsgruppen, aufgerufen in die Qualifikation zu starten. Bei Aufruf der eigenen Qualifikationsgruppe gilt es, möglichst sofort loszufahren, eine kurze OutLap über den GP-Kurs und eine einzige, gezeitete Qualifikationsrunde zu fahren. Nach Abschluss der gezeiteten Runde steht es dem Fahrer frei, das Fahrzeug per ESC-Taste (oder alternativer Tastenbelegung) oder mit einer InLap zurück in die Box zu bringen. Ab diesem Zeitpunkt darf das eigene Fahrzeug nicht mehr bewegt werden.

Zur Verdeutlichung: Jeder Fahrer hat nur einen Versuch, sein Fahrzeug in einer einzigen, gezeiteten Runde zu qualifizieren.

Zeitlicher Ablauf:

  • kurz nach Beginn der Qualifikation: Start Qualifikationsgruppe 1 (Klasse H2)
  • 3 min Wartezeit
  • Start Qualifikationsgruppe 2 (Klassen SP3T, H4 und SP10 GT4)
  • 3 min Wartezeit
  • Start Qualifikationsgruppe 3 (Klasse Cup 2)
  • 3 min Wartezeit
  • Start Qualifikationsgruppe 4 (Klasse SP9 GT3)
  • Die Restzeit der Qualifikationssitzung läuft durch.

Teamfahrzeuge mit denen keine Rundenzeit erzielt wurde, werden in zufälliger Reihenfolge ans Ende der jeweiligen Startgruppe positioniert.

In der schnellsten (=einzigen) Qualifikationsrunde darf die Strecke nicht verlassen werden.

Fahrzeuge, die zum Ende der OutLap in die Box fahren, haben keinen weiteren Versuch zur Verfügung. Damit ist die Qualifikation für dieses Fahrzeug beendet.

Fahrzeuge, die nicht innerhalb von 60 Sekunden nach dem Aufruf der eigenen Qualifikationsgruppe die Boxengasse verlassen haben, dürfen nicht weiter an der Qualifikation teilnehmen und werden ohne Zeit gewertet.

Aus dem oben beschrieben Format ergibt sich, dass ein Fahrerwechsel in der Qualifikation nicht möglich ist und ein Fahrer nicht mehrere Fahrzeuge in der Qualifikation steuern kann bzw. darf.

§ 8.4.2 Escape-Verbot während der Qualifikation

[Ergänzung zu §3.3.9.1 allgemeines Reglement]

Die Verwendung der ESC-Taste in der Boxengasse ist zulässig. Hierbei muss die Boxengasse selbstständig und aus eigener Kraft erreicht werden (z. B. ist es verboten, einen anderen Fahrer in die Box zu schieben). Die Boxengasse ist nur über den GP-Kurs anzusteuern. Ein Ansteuern der Boxengasse über die Nordschleife ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

§ 8.4.3 Ende der Qualifikation

Nach Session-Ende können alle Fahrer, die sich auf einer schnellen Runde befinden diese noch beenden. Es ist jedoch nicht gestattet den Server zu verlassen, bevor der Rennleiter das Kommando dazu gibt. Diese Prozedere soll zum einen verhindern, dass Fahrer, die sich noch auf einer schnellen Runde befinden, nicht durch ständige Nachrichten „Fahrer xyz hat den Server verlassen“, belästigt werden.

§ 8.5 Warmup

Das Warmup kann für letzte Testfahrten vor dem Rennen sowie erneut zum Betreten des Servers genutzt werden.

§ 8.6 Rennen

§ 8.6.1 Einführungsrunde

Zu Beginn der Rennsession begeben sich die Fahrer direkt in die Startaufstellung (per Klick auf "Race" bzw. "Rennen"). Die Startaufstellung befindet sich auf der Start/Ziel-Geraden.

Anschließend wird nach Ablauf des Countdowns und offizieller Rennfreigabe durch die Startampel das manuelle Startprozedere gestartet. Der Polesitter der ersten Startgruppe beginnt unmittelbar nach dem Start die Formationsrunde.

Der Polesitter der zweiten Startgruppe startet die Formationsrunde nach Freigabe durch den Renndirektor. Der Zeitpunkt dafür liegt ungefähr bei 2,5 Minuten nach dem Start der ersten Startgruppe.

Die Aufteilung der Startgruppen wird im jeweiligen Ankündigungsthread zum Wertungsrennen bekannt gegeben.

Die Einführungsrunde wird über die gesamte Nordschleife im Single-File gefahren. Die Richtgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. Ab der Bilstein-Brücke begeben sich die Fahrer der jeweiligen Startgruppe ins Double-File. Bei Erreichen der Bilstein-Brücke legt der Fahrer auf dem ersten Startplatz der jeweiligen Startgruppe den Pitlimiter ein und darf die Pitlimiter-Geschwindigkeit von 60 km/h nicht mehr überschreiten. Die folgenden Fahrzeuge dürfen zum Schließen von Lücken zum Vordermann schneller als 60km/h fahren, jedoch nur bis zum Erreichen der Werbebrücke nach der Hohenrain-Schikane. Ab der Werbebrücke nach der Hohenrain-Schikane (siehe Bild im Ankündigungsthread zum Wertungsrennen) legen alle Fahrer ab P2 der entsprechenden Startgruppe ebenfalls den Pitlimiter ein. Ab diesem Zeitpunkt darf niemand die Pitlimiter-Geschwindigkeit von 60 km/h bis zur Rennfreigabe überschreiten. Abrupte Brems- und Beschleunigungsvorgänge sowie wilde Lenkmanöver sind im gesamten Double-File Bereich unbedingt zu vermeiden.

Fahrer, die am Ende der Formationsrunde in die Box fahren möchten, müssen die Double-File-Formation vor Erreichen der Bilsteinbrücke im Streckenabschnitt Antoniusbuche verlassen. Dazu müssen sie an geeigneter Stelle neben ihre Linie fahren, ihre Geschwindigkeit deutlich reduzieren und die jeweilige Startgruppe passieren lassen. Am Ende der Startgruppe reihen sie sich in Single-File-Formation hinter der letzten Startreihe bzw. dem letzten Fahrer ein.

§ 8.6.2 Start

Zwischen der ersten Querlinie auf der Start/Ziel-Geraden und der Start/Ziel-Linie (siehe Bild im Briefingthread zum 24h-Rennen) erfolgt die Rennfreigabe für die jeweilige Startgruppe durch die Chatnachricht vom Renndirektor „Green Flag“. Zu diesem Zeitpunkt (Rennfreigabe) darf sich der Zweitplatzierte nicht vor und nicht vollständig hinter dem Polesitter befinden (Überlappung erforderlich) und nicht schneller fahren als die Pitlimiter-Geschwindigkeit. Dabei ist zu beachten, dass die Pitlimiter-Geschwindigkeit der einzelnen Fahrzeuge leicht unterschiedlich sein kann, was zu einem Überholen des Polesitters führen kann. Alle Fahrer ab Startplatz 3 müssen einen maximalen Abstand von 4 Fahrzeuglängen zum vorherfahrenden Fahrzeug in der eigenen (linken oder rechten) Fahrspur einhalten. Die Position von Fahrern in der anderen Fahrspur ist irrelevant.

Plätze, die z. B. durch Disconnects anderer Teilnehmer in der Start-Prozedur frei werden, dürfen nicht durch Aufrücken eingenommen werden. (Mindestabstand zum Vordermann: 1 Wagenlänge)

Erfolgt bis zum Erreichen der Start/Ziel Linie nicht die Rennfreigabe durch den Renndirektor, ist das Rennen für die jeweilige Startgruppe automatisch bei Erreichen der Start/Ziel Linie durch den Polesitter freigegeben.

 

Beteiligt sich ein Fahrer nicht an der oben geschilderten Start-Prozedur (Startaufstellung, Formationsrunde und Rennfreigabe), so ist ein Nachstarten aus der Boxengasse bei grüner Boxenampel erlaubt. Allerdings muss ein Fahrer beim Nachstarten solange an der Boxenampel warten bis seine Startgruppe die Boxenausfahrt passiert hat und er seiner Startgruppe gefahrlos hinterherfahren kann.

§ 8.6.3 Beschädigung des Fahrzeugs

Ist der eigene Wagen beschädigt und deutlich langsamer als die meisten der übrigen Wagen, so ist unverzüglich die Ideallinie freizugeben und unter größtmöglicher Sorgfalt mit Hinblick auf den übrigen Verkehr die Box anzusteuern. Sollte der Rennwagen eines Fahrers nach einem Unfall so beschädigt sein, dass ein Weiterfahren nicht mehr möglich ist, oder sollte das Rennen aus anderen Gründen nicht aus eigener Kraft beendet werden können, so ist die Rennstrecke durch Drücken der ESC-Taste unverzüglich zu verlassen. Ein Stehenlassen des Fahrzeuges auf der Strecke oder in einer der Auslaufzonen ist verboten.

§ 8.6.4 Massendisconnect/Serverabsturz

Ein Rennabbruch erfolgt ausschließlich aufgrund technischer Probleme oder eines Massendisconnects und durch einen zuständigen Rennkommissar. Ein Massendisconnect liegt in der Regel vor, wenn mehr als ein Viertel der Fahrer zeitgleich oder sehr zeitnah durch Verbindungsabbruch den Server verlässt. Es liegt im Ermessen der Rennkommission bei Vorliegen eines Massendisconnects ein Rennen sofort abzubrechen oder sich Zeit zu nehmen die Situation im fortlaufenden Rennen einzuschätzen. Ein Rennabbruch oder Neustart lediglich aufgrund eines großen Unfalls zu Rennbeginn findet nicht statt.

§ 8.6.5 Verhalten nach Rennende

Nach der Zielflagge fahren alle Fahrer selbstständig und ohne Hilfe anderer Teilnehmer ihre InLap gemäß dem regulären Streckenverlauf ohne Nordschleife bis in die Box und stellen ihr Fahrzeug auf einem freien Boxenplatz ab. In der Boxengasse ist es den Fahrern gestattet mit ESC das Fahrzeug zu verlassen, jedoch dürfen sie den Server nicht verlassen, bevor der letzte Teilnehmer, der sich auf einer regulären Rennrunde befindet, das Ziel erreicht hat. Dieses Prozedere soll verhindern, dass Fahrer, die sich noch im Rennen befinden, durch ständige Nachrichten „Fahrer xyz hat den Server verlassen“, belästigt werden.

Nachdem der Sieger die Zielflagge gesehen hat, läuft die Session noch 25 Minuten weiter. Bis dahin müssen die Fahrer ihr Rennen und die InLap in der Box beendet haben.

§ 9 Live-ReKo

§ 9.1 Sichtungsbereich der Live-ReKo

Von Beginn der Qualifikation bis zum Rennende wird eine Live-Rennkommision eingesetzt, die i. d. R. auf Protestbasis, aber auch eigenständig in das Renngeschehen eingreifen und Strafen verhängen kann.

Die einzelnen Regelungen sind diesem Regelwerk zu entnehmen. Wenn eine vergleichbare Situation bereits in Laufe der Veranstaltung geahndet wurde, ist nach Möglichkeit immer die gleiche bzw. eine gleichwertige Strafe zu verhängen.

§ 9.2 Strafen

Für die im allgemeinen VR-Reglement unter § 5.3 festgelegten Strafkategorien gelten in der Serie folgende Punktstaffelungen:

  • Nicht-Einhalten des ESC-Verbots während der Qualifikation: Rückversetzung im Startgrid
  • Leichtes Vergehen: Verwarnung bis Drive Through-Penalty
  • Mittleres Vergehen: Verwarnung bis Drive Through-Penalty
  • Schweres Vergehen: 10 - 90 Sekunden Stop-and-Go-Penalty

Drive Through- und Stop-and-Go Penalties dürfen nicht am Ende der Formationsrunde oder der letzten Runde absolviert werden, ansonsten zu jeder Zeit im gesamten Rennen, maximal 5 Runden nach Aussprechen der Strafe. Bei einer Kombination aus mehreren SnG Strafen, werden diese zu einer SnG Strafe zusammengefasst. Dabei führen alle weiteren SnG Strafen zu einer Addition von jeweils 30 Sekunden (= Fahrzeit durch die Boxengasse) + Standzeit der weiteren SnG Strafen. [Beispiel 2 SnG Strafen zu je 5 Sekunden = 1 SnG Strafe zu 40 Sekunden (5+(30+5))] Strafen werden in der Regel gegen Teams verhängt.

Hinweis: Stand 08.01.2022. Erfolgt bei offener DT- oder SnG-Strafe ein Fahrerwechsel oder Rejoin führt dies zu einem Fehler im rF2 internen Scoring System. Die Anzahl an gefahrenen Runden wird zurückgesetzt und der Rundenzähler wird im weiteren Verlauf des Rennens nicht erhöht. Es wird empfohlen offene Strafen vor einem Fahrerwechsel zu absolvieren.

Abweichend von § 5.3 im allgemeinen VR-Reglement werden die folgenden Vergehen auch ohne vorherigen Protest bestraft und mit nachfolgendem Strafenmaß geahndet:

  • Fahrer verlässt nach 'ESC'-Nutzung in der Qualifikation erneut die Boxengasse: 10 Sekunden Stop and Go-Penalty beim nächsten Event, an dem der Fahrer teilnimmt.
  • Unerlaubtes Chatten in der Qualifikations- oder Rennsession: pro geschriebener Zeile: leichtes Vergehen
  • Verlassen des Servers bevor alle Fahrer das Rennen mit der Ziel Flagge beendet haben: +300 Sekunden auf das Rennergebnis

§ 9.3 Verlust der Fahrzeugkontrolle

Verliert ein Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, hat er sofort maximal, bis zum Stillstand, zu bremsen. Dies gilt auch, wenn er sich noch auf der Strecke befindet. Das Fahrzeug ist im absoluten Stillstand zu belassen bis ein gefahrloses Wenden und/oder Zurückkehren auf die Strecke möglich ist. Unfälle, die aufgrund der Missachtung dieser Regel passieren, werden als schweres Vergehen geahndet. Die Weiterfahrt hat wie in §3.3.5 (Verlassen der Fahrbahn) des allgemeinen VR Reglements zu erfolgen.

§ 9.4 Abweichungen und Ergänzungen zum allgemeinen VR-Reglement

Ergänzung zu §5.3.3 (Cutting)

Das Verlassen der Rennstrecke wird bei den 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife im Rahmen der Virtual Racing Endurance Series (VRES) nur selten durch die Simulation geahndet und geschieht in der Regel aufgrund von Protesten oder stichprobenartig durch Sichtung. Das Verlassen der Rennstrecke kann bestraft werden, selbst wenn sich der betreffende Fahrer keinen Vorteil verschafft haben sollte. Sollten Fahrer oder die Rennkommission Möglichkeiten zur Abkürzung entdecken und es verschafft sich ein Fahrer offensichtlich oder absichtlich mehrfach im Rennen einen Zeitvorteil oder einen Vorteil bei der Verteidigung der Position dadurch, dass er die Strecke vollständig mit beiden Vorderrädern verlässt, so hat die Rennkommission die Möglichkeit, den Vorgang auf Protestbasis oder unabhängig von Protesten zu ahnden.

Ergänzung zu §5.3.5 (Überholen):

leichtes Vergehen, wenn es zu einem vermeidbaren Kontakt kommt, selbst wenn es zu keinem Platzverlust kommt und kein Schaden erkennbar ist, abhängig vom Zeitverlust

§ 10 Fahrzeuge

In den sechs Klassen kommen folgende Fahrzeuge zum Einsatz:

SP9 GT3

  • Aston Martin Vantage GT3
  • Audi R8LMS GT3 2018
  • Audi R8LMS GT3 2019
  • Bentley Continental GT3 2017
  • Bentley Continental GT3 2020
  • BMW M4 GT3
  • BMW M6 GT3
  • Ferrari 488 GT3 Evo
  • Mercedes AMG GT3
  • McLaren 650S GT3
  • McLaren 720S GT3
  • Porsche 911 GT3R

SP10 GT4

  • Renault Alpine A110 GT4
  • Porsche Cayman GT4

Cup2

  • Porsche 911 GT3 Cup

SP3T

  • Alfa Romeo Giulietta
  • Audi RS3
  • Honda Civic
  • Hyundai i30N
  • Lynk & Co 03
  • Peugeot 308
  • Seat Leon
  • VW Golf

H4

  • Audi V8 quattro Evo
  • BMW M3 Sport Evo
  • Ford Mustang 5.0 GT
  • Mercedes Benz 190E Evo II
  • Opel Omega Evo 500

H2

  • Renault Clio Cup 2010

§ 10.1 Fahrzeuglackierungen

Alle fest eingeschriebenen Teams zu den 24 Stunden auf der Nürburgring Nordschleife im Rahmen der Virtual Racing Endurance Series (VRES) müssen mit einer individualisierten Fahrzeuglackierung antreten.

Für Fahrer, die noch nicht in der Serie angemeldet sind oder deren zugehöriger Skin noch nicht verfügbar ist, stehen Standard-Fahrzeuge für Trainingssitzungen bereit, welche jedoch nicht beim 24h-Rennen eingesetzt werden dürfen.

Wenn ein Team es versäumt, sich bis spätestens bis zum 29.07.2022, 23:59 Uhr um ein eigenes, von den Admins akzeptiertes Fahrzeug zu kümmern, kann die Rennteilnahme nicht stattfinden. Skins E-Mail-Adresse: vrrf2ln@virtualracing.org.

§ 10.1.1 Designvorgaben

Das Design soll sich an der im Motorsport üblichen Gestaltung von Rennwagen orientieren. Es ist das im Rahmen des Events gestellte Template zu verwenden. Weitere Informationen sind im Forum der VRES zu finden.

§ 10.1.2 Startnummer

Jedes Team gibt für sein Fahrzeug seine persönliche dreistellige Wunsch-Startnummer im entsprechenden Klassen-Nummernkreis bei der Anmeldung im Forum an.

§ 11 Sonstiges

§ 11.1 Motec

Jeder Fahrer ist nach spezieller Aufforderung der Rennkommission dazu verpflichtet, seine Motec-Daten der Rennleitung zur Verfügung zu stellen und sie bis zum Widerruf aufzuheben. Der Zeitpunkt und die Dauer des Motec-Einsatzes sind von der Rennleitung festzulegen.

Wie ein Fahrer nach dieser Aufforderung Motec zu installieren hat, wird ihm dann von der Rennleitung mitgeteilt.

§ 11.2 Regeländerungen und -auslegung

Die Administratoren der Serie bzw. des Events behalten sich vor, Regeländerungen bei Bedarf jederzeit durchzuführen. Sollte es zu einer Situation kommen, die nicht durch das Regelwerk abgedeckt ist oder bei der das Regelwerk keineswegs zur gegebenen Situation passt, obliegt es den Administratoren über das weitere Vorgehen, Strafen, etc. zu entscheiden.

SERVER

1 / 61
virtualracing.org #1 GTM
Training 1Lime Rock Park -- Uphill Chicane
0 / 81
virtualracing.org #3 FS
Training 1Lime Rock Park -- Uphill Chicane
0 / 81
virtualracing.org #4 LSM
Training 1Spa-Francorchamps Endurance
1 / 34
virtualracing.org #5 VRF1S
Training 1Barcelona 2021
0 / 34
virtualracing.org #6 VRCS
Training 1Donington Park National Circuit
0 / 81
virtualracing.org #P1 BTCC
Training 1Oulton Park International NC
0 / 81
virtualracing.org #P2 CA
Training 1Oulton Park International
0 / 34
virtualracing.org #P3 Mini
Training 1Silverstone National
0 / 33
virtualracing.org #P4 IR18
Training 1Indianapolis Road Course
0 / 104
virtualracing.org VRES L
TesttagNuerburgring -- rF2LN 24h
11 / 104
virtualracing.org VRES T
TesttagNuerburgring -- rF2LN 24h
1/31
virtualracing.org#4 GTC Training Standard
TrainingCircuito de Jerez - GP
0/31
virtualracing.org#5 GTC Training A
TrainingDaytona International Speedway - Road Course
0/16
virtualracing.org#30 ALT Training
Trainingaa_dover_speedway-nh