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Thiemt zähmt die "Lady in Black"

23. July 2010

GNL allgemein

Von: Rene Sowada

Darlington, eine kleine 6500 Seelengemeinde, gelegen in South Carolina, war Austragungsort des ersten Rennens nach der Sommerpause für die Jungs der GNL DOM. Zugleich ging damit die erste Hälfte der Saison zu Ende.

Der Darlington Raceway, auf dem die Rennen ausgetragen werden, ist Tradition im Rennkalender und hat schon viele Sieger kommen und gehen sehen. Das wohl spektakulärste Finish überhaupt lieferten sich hier 2003 Ricky Craven und Kurt Busch.


Die 17 Piloten die am Start waren sollten einiges erleben bei dem 221 Runden langen Rennen.
Viele davon sahen noch nicht einmal die Zielflagge.


Der Darlington Raceway war Gastgeber des 18. Laufs der GNL DOM.

Im Qualifying setzte Martin Thiemt erneut die Bestzeit (27.138s). Neben ihm in Reihe 1 gesellte sich Matthias Bayer (+0.368s).
Peter Taggeselle (+0.445s) und Andreas Wilke (0.507s) teilten sich Reihe 2.


Die Ruhe vor dem Sturm in der Einführungsrunde. 221 Laps to go...


Yellow 1 in Runde 2. Für Andreas Wilke und Torsten Brandt war hier bereits Endstation.

Für Wilke war das Rennen ganz schnell vorbei. In Runde 2 touchierten er und Marvin Aulmann. Daraufhin hatte Torsten Brandt
keine Chance mehr den nach unten rutschenden Chevy von Wilke auzuweichen. Das Resultat war das Rennende für beide.

Thiemt kontrollierte in den ersten 40 Runden das übersichtliche Feld bis Matthias Bayer in Runde 42
nach einer Caution auf den Platz an der Sonne kam.


Matthias Bayer in Führung. 72 Lead Laps hatte er bis zu seinem Ausscheiden in Runde 145.

Leider erging es ihm nicht besser wie einigen seinen anderen Kollegen. Beim Einfahren in die Boxengasse elimnierte
er sich selber und krachte in die Boxenmauer. Dabei erlitt er so großen Schaden, das das ebenfalls das Ende für ihn bedeutete.

Bei noch 70 zu fahrenden Runden waren nur noch 7 Fahrer auf der Strecke. Die Dramatik und das muntere ausscheiden
gingen aber trotzdem weiter.

Peter Taggeselle war der letzte der die Segel streichen musste bei 30 to go.


Martin Thiemt hatte in der Schlußphase einige Schreckmomente zu überstehen.

Damit war eigentlich der Weg frei für Martin Thiemt.

Er machte es sich aber selber schwer und verlor kurz nach dem Restart (Taggeselle Ausfall) in Runde 200 in T4 sein Heck.
Er konnte den Dreher und eine Caution vermeiden und reihte sich hinter Daniel Leiß und Marvin Aulmann auf P3 ein.

Es war jetzt spannend zu sehen wie die beiden den großen Favoriten Parolie bieten würden.

Thiemt machte danach sofort Druck auf Aulmann und konnte in Runde 204 an ihm auf der Backstraight
vorbeigehen.

Daniel Leiß hatte jetzt wohl die größte Aufgabe seiner Simracing Karriere vor sich. Martin Thiemt hinter sich zu halten.
Eine Runde nachdem Thiemt auf P2 vorging, war er auch schon am Leader dran.


In Runde 205 hieß es nochmals Luft anhalten. Alle Beteiligten konnten aber weiterfahren.

Mit den Augen im Rückspiegel kam es zu einer Unachtsamkeit von Leiß als er in T4 etwas auf die untere Linie kam und sein
Heck sich weggdrehte.

Thiemt, der direkt dahinter war, nahm Leiß auf die Hörner und knallte auch noch in die Outside Wall.
Die beiden Beteiligten hatten aber Glück im Unglück und konnten weiterfahren.

Die Top 3 nutzten die letzte Caution nochmals zum Reifenwechsel. Thiemt kam als erster aus der Box
vor Aulmann und Leiß. Martin Kolibal, der sich dadurch zurückrunden konnte, war jetzt auch noch in der Verlosung
um den Sieg. Allerdings auf alten Reifen.

Thiemt testete in der Caution aus ob sein Chevy noch voll funktionstüchtig ist und er war es.


Sieg Nummer sieben ist in der Tasche. Gratulation an Martin Thiemt!

In den letzten 11 Runden gab er richtig Gas, so das ihm keiner mehr gefährlich werden konnte und er
seinen siebten Sieg in der laufenden Saison feiern konnte.

Marvin Aulmann sowie Daniel Leiß, die beide ein famoses Rennen ablieferten, kamen auf die Plätze
zwei und drei. Martin Kolibal und Florian Kirchhofer komplettierten die Top Five.

Die zweite Saisonhälfte wird am 5.August auf dem Indianapolis Motor Speedway eingeläutet.