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LFS Masters - Drehwurm unter 60 Sekunden

14. April 2011

LFS Masters

Von: Stefan Flemming

Bei klarem Wetter mit vereinzelten Wolken wurde es diesmal in Aston laut. Als die 140 PS starken Formula BMW Boliden ihre Motoren zum sechsten Masters-Lauf anließen. Die Streckenvariante Cadet ist eine der kürzesten im Masters-Rennkalender, hat aber dennoch einige Kurven die es in sich haben, wie z. B. die berüchtigte Eau Rouge Kurve die diesmal von oben nach unten durchfahren werden musste.

Mit einer Rundenzeit von weniger als 60 Sekunden hätte der Ein oder Andere Fahrer einen Drehwurm bekommen können. Zum Glück blieben aber die Fahrer verschont und konnten sich voll und ganz auf ihr Rennen konzentrieren. Am Renntag standen dann eine One Lap Quali, ein Sprintlauf über 24 Runden und der Mainlauf über 48 Runden auf dem Programm.

Auch wie die Rennen zuvor war das Fahrerfeld wieder gut gefüllt. 23 Fahrer gingen an den Start.

Qualifikation

Durch eine Sondererlaubnis des Admins wurde dem ehemaligen Masters-Fahrer Philip Ellis gestattet, an diesem Event als Gastfahrer teilzunehmen. Somit durfte er dann auch als Erster auf seine One Lap gehen. Leider wurde er auf seiner schnellen Runde Opfer der Eau Rouge und konnte sich keine Zeit sichern. Eine erste Marke setzte dann Florian Kirchhofer mit einer Zeit von 0:50.90. Bei Stefan Flemming blieb dann ebenfalls die Uhr bei 0:50.90 stehen. Nur Emre Yilmaz schaffte es noch mit einer 0:50.82 sich die Pole für den Sprint zu sichern. Schwergewicht und derzeitiger Leader der Meisterschaft, Peter „Schumi“ Suschlik konnte sich aufgrund seiner Gewichte nur den 12ten Platz sichern.

 

Sprint

Nach dem Start zog sich das Feld ohne Zwischenfälle durch die ersten Kurven. Doch schon in Runde zwei krachte es zwischen Michael Scherer und Björn Reichert, ersterer traf in Turn 2 Reichert mit den Frontflügel am Hinterrad, worauf sich beide drehten. Reichert konnte das Rennen sofort fortsetzten, Scherer hingegen wurde bis auf den letzten Platz durchgereicht. Unterdessen setzte sich die Spitze um Yilmaz, Kirchhofer, Flemming schon ein wenig vom Rest ab.

Schnell bildeten sich kleine Gruppen in denen hart aber fair um die Positionen gekämpft wurde. So  kämpften Peter Suschlik und Florian Hinz einige Runden miteinander, auch bei Chris Heuer und Andreas Freitag ging es hoch her.

Michael Scherer der zu Beginn des Rennens ja auf den letzten Platz zurück fiel, kämpfte sich unterdessen wieder bis auf den 14. nach vorne, konnte aber diesen leider nicht bis ins Ziel retten.

An der Spitze tat sich dann ab Mitte des Rennens auch so einiges. So konnte Stefan Flemming  zunächst an Florian Kirchhofer vorbei gehen und sich seinen 2. Platz sichern. Vier Runden vor Schluss musste sich auch Emre Yilmaz geschlagen geben und den ersten Platz räumen.

Main

Wie in diesem Rennmodus üblich, wurden wieder die ersten acht Fahrer der Startaufstellung gedreht. Somit starteten Björn Reichert, Florian Hinz und Peter Suschlik von den ersten Plätzen.

Gleich in der ersten Runde krachte es diesmal in der dritten Kurve, als Jonas Lapp auf Florian Kirchhofer auffährt und diesen dreht. Christian Johanns kann nicht mehr ausweichen und kollidiert ebenfalls mit Florian Kirchhofer. Einige der dahinter fahrenden Fahrer können ebenfalls nicht mehr ausweichen. Nach Sichtung der Situation durch die Reko wurden auch einige Fahrer mit einer Strafe belegt da sie trotz gelber Flaggen nicht merklich vom Gas gegangen sind.

Auf Grund der Rennlänge wurde das Feld diesmal stärker auseinander gezogen, und es kam schon ab Runde 22 zu den ersten Überrundungen. Dennoch fanden sich Fahrer die ein paar Runden miteinander fighten konnten. z.B. Michael Scherer gegen Klaus Neumann, Klaus konnte sich letztlich gegen Michel durchsetzen. Ebenso erging es Manfred Wurm gegen Patric Höhn. Auch Patric behielt die Nase vorn.

Pechvogel des Abends war dann aber Torsten Holzhey der sich in Runde 21 in der bergauf Passage zu Start / Ziel ins Kiesbett drehte und dort noch beinahe stecken blieb. Mit einer Runde Rückstand konnte er aber das Rennen wieder aufnehmen. Eine Runde später verlor er nochmals die Kontrolle über seinen FBM, diesmal in der Eau Rouge. Nach einem Einschlag in den Reifenstapeln und einigen Pirouetten in der Luft, kam er dann auf dem Dach zum Liegen und musste sein Rennen aufgeben.

Auch für Jonas Lapp lief im Main nicht alles optimal. Da er durch zu schnelle „down shifts“ sich den Motor beschädigte, fehlte ihm an einigen Stellen die Leistung um seine Position zu verteidigen.

In Runde 26 konnte Stefan Flemming an Björn Reichert vorbei gehen und sich somit die Führung sichern, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Hinter ihm kamen Björn Reichert, Florian Hinz und Peter „Schumi“ Suschlik ins Ziel.

 

Meisterschaft

Peter Suschlik kann weiter seinen ersten Platz in  der Fahrerwertung halten. Stefan Zingler hält nach wie vor seinen zweiten Platz. Jedoch rutschte Florian Kirchhofer von 3 auf 5 ab, und wird nun hinter Björn Reichert (3) und Emre „Raudi“ Yilmaz (4) gelistet.

Ausblick

Auf zum Strand nach Fern Bay. Mit den nGTR's geht es auf umgekehrten Green Variante in die nächste Runde. Die Reifentemperaturen werden auch in Fern Bay eine Herausforderung sein.